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WEIßWEINSORTEN |
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Weißer Riesling
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(Riesling, Klingelberger, Rheinriesling, Gewürztraube)
Bekannteste deutsche Weißweinsorte für Weine aller Qualitätsstufen
Verbreitung:
Deutschland (23.009 ha), Mosel-Saar-Ruwer (6.631 ha), Pfalz (5.002 ha), Württemberg (2.715 ha), Rheingau (2.640 ha), Rheinhessen (2.448 ha), Baden (1.338 ha), Nahe (1.200 ha), Mittelrhein (451 ha), Bergstrasse (260 ha), Franken (249 ha), Ahr (45 ha), Sachsen (45 ha), Saale Unstrut (31 ha) und ganz Mitteleuropa und Nachbarländer.
Herkunft:
Vermutlich eine frühe Auslese aus Wildreben am Oberrhein, erste Nennung 1435 in Rüsselsheim, 1490 erster Weinberg in Worms, nach 1500 weit verbreitet, Name kommt vielleicht von der Neigung zur Verrieselung.
Sortenmerkmale:
Triebspitzen: offen, gelbgrün, weißfilzig, rötlich behaart. Blatt: mittelgroß, fünflappig, rundlich, wenig gebuchtet, Blattrand stumpf gezahnt, Oberfläche blassig, Unterseite wollig behaart, Stielbucht überlappend. Trieb: weitknotig, mittlere Geiztriebbildung. Holz: hellbraun, dunkel punktiert, leicht gerieft. Traube: klein bis mittelgroß, dichtbeerig, geschultert. Beere: klein bis mittelgroß, rund, grüngelb, schwarz punktiert, Sonnenseite gelbgrün. Austrieb: mittelspät bis spät. Blütezeitpunkt: spät bis sehr spät, Blühfestigkeit mittel. Reife: spät bis sehr spät. Wuchs: kräftig. Ertrag: mittel. Holzreife: sehr gut.
Sorteneigenschaften:
Ansprüche an Lagen und Böden: sehr hohe Ansprüche an die Lage, Vollreife in Südwest- bis Südostlage und nicht über 200m NN, leicht erwärmbare Böden: Gestein, Sand u. Kies. Frosthärte: ausgezeichnete Winterfrostfestigkeit, -20°C übersteht er fast immer ohne Schaden. Krankheitsanfälligkeit: sehr krankheitsempfindlich, stark bei Stielfäule und Stiellähme, nicht so stark bei Botrytis, Peronospora, Oidium, Schwarzfleckenkrankheit.
Wein:
Mostgewicht: in nicht so guten Lagen 60°Oe bis max. 65°Oe, in den besten Lagen werden um 100°Oe geerntet, TBAs bis 200°Oe. Säure: die Säure ist das Rückgrat des Rieslings und liegt in normalen Jahren bei 10 bis 15 g/l, in schlechten Jahren bis 20 g/l, fachgerechter Säureabbau ist positiv. Beschreibung der Weine: feine Rasse und Eleganz, unübertreffliches, an Pfirsiche erinnerndes Bukett. Schwere Rieslinge vom Kaiserstuhl mit niedriger Säure bis zu sehr fruchtige und mineralische Rieslinge von der Mosel mit herrlicher Fruchtsäure. Vorteile: rassige Weine mit großer Qualitätsspanne, begrenzte Anfälligkeit gegen Peronospora und Phomopsie, sichere Erträge, sehr guter Absatz. Nachteile: hohe Ansprüche an die Lage, späte Reife, Empfindlichkeit gegen Stiellähme.
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Müller-Thurgau
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(Rivaner, Müller, Riesling x Silvaner)
Die meistverbreitete Rebsorte Deutschlands.
Verbreitung:
Deutschland (24.273 ha), Rheinhessen (5.958 ha), Baden (5.358 ha), Pfalz (4.969 ha), Mosel-Saar-Ruwer (2.836 ha), Franken (2.767 ha), Nahe (1.077 ha), Württemberg (814 ha), Rheingau (129 ha), Mittelrhein (49 ha), Bergstrasse (68 ha), Ahr (42 ha), Sachsen (83 ha), Saale Unstrut (123 ha) und Elsass, Luxemburg, Schweiz, Österreich, Ungarn, Südtirol, Neuseeland (45% der gesamten Weinproduktion).
Herkunft:
1882 vom Schweizer Prof. Dr. H. Müller aus Thurgau in Geisenheim gezüchtet. Wurden dann von Prof. Müller zur Schweizer Forschungsanstalt Wädenswil mitgenommen, die Rebe Nr. 58 stellte sich als besonders wertvoll heraus, man ist sich bei dieser Züchtung nicht einig welche Rebsorte der Kreuzungspartner des Rieslings ist, jahrelang galt der Silvaner als Partner, aber moderne Genomanalysen haben herausgefunden, dass es der Gutedel war.
Sortenmerkmale:
Triebspitzen: offen, hellgrün, leicht flaumig, rötlicher Anflug. Blatt: mittelgroß, fünf- bis siebenlappig, tief gebuchtet, Blattrand abgesägt, Oberfläche schwach blassig, Unterseite spinnwebig, verkahlend, Stielbucht überlappend. Trieb: weitknotig, mittlere Geiztriebbildung. Holz: hellbraun, dunkelbraun gestreift. Traube: mittel bis groß, locker- bis dichtbeerig, konisch, oft geschultert. Beere: mittelgroß, oval, gelbgrünlich, leicht duftent. Austrieb: mittelfrüh bis spät. Blütezeitpunkt: spät, Blühfestigkeit hoch bis sehr hoch. Reife: früh bis mittelfrüh. Wuchs: mittelkräftig. Ertrag: hoch bis sehr hoch. Holzreife: mittelhoch.
Sorteneigenschaften:
Ansprüche an Lagen und Böden: stellt nur geringe Ansprüche an die Lage, aber er hat große Ansprüche an den Boden, tiefgründige, frische, nicht zu trockene Böden. Frosthärte: mäßige Winterfrostfestigkeit, schlechter wie der Riesling, besser wie der Silvaner. Krankheitsanfälligkeit: sehr krankheitsempfindlich, stark bei Peronospora, Roter Brenner, Schwarzfleckenkrankheit, durchschnittliche Empfindlichkeit gegen Botrytis, Oidium.
Wein:
Mostgewicht: in der Regel 65°Oe bis 75°Oe, in guten Lagen werden um 85°Oe geerntet, extrem höher Mostgewichte erreicht der Müller-Thurgau nicht. Säure: in der Regel ist die Säure nicht höher als 10 g/l, in besonders guten Jahren kann sie sogar auf 5‰ sinken, deshalb ist der Säureabbau zu unterdrücken. Beschreibung der Weine: feiner Muskatton bei leichten, süffigen Qualitätsweinen mit milder Säure, elegant und rassig bei höheren Qualitäten bis zu rieslingähnlich. Als Rivaner leichter Wein mit wenig Alkohol (10-11Vol.% Alk). Vorteile: frühe Reife bzw. geringe Lagenansprüche, Ertragstreue, eine harmonische Säure. Nachteile: schlechte Absatzchancen, da aus der Mode, Hohe Anfälligkeit gegen die Pilzkrankheiten, schwache Holzreife und Winterfrostfestigkeit.
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Kerner
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(We S 2530, Herold weiß)
Erfolgreiche weiße Neuzüchtung von August Herold
Verbreitung:
Deutschland (7.400 ha), Pfalz (2.400 ha), Rheinhessen(2.200 ha), Württemberg (800 ha), Mosel-Saar-Ruwer(900 ha), Nahe (400 ha), Franken (350 ha),Südtirol, Ostschweiz und Übersee (Versuchsanbau).
Herkunft:
August Herold hat 1929 an der LVWO Weinsberg aus Trollinger und Riesling gekreuzt. Sortenliste und -schutz im Jahr 1969. Benannt nach dem Weinsberger Dichter, Arzt und Weinfreund Justinus Kerner (1786-1862).
Sortenmerkmale:
Triebspitzen: offen, stark behaart. Blatt: mittelgroß, fünflappig, deutlich gebuchtet, Blattrand gezahnt bis gesägt, Stielbucht v-förmig bis geschlossen überlappend. Trieb: weitknotig, starke Geiztriebbildung. Holz: gelb bis rotbraun. Traube: mittel bis groß geschultert, lockerbeerig. Beere: mittel bis groß, rund, grün, dickschalig, schwaches Sortenbukett. Austrieb: spät, kurz nach Müller-Thurgau. Blütezeitpunkt: 1-2 Tage nach Müller-Thurgau, Blühfestigkeit hoch. Reife: mittelfrüh bis spät, kurz vor Silvaner. Wuchs: mittelstark mit starker Geiztriebbildung. Ertrag: mittel. Holzreife: sehr gut.
Sorteneigenschaften:
Ansprüche an Lagen und Böden: mittlere Ansprüche an die Lage, nebelfreie Hochlagen sind ideal; gedeiht auf allen Böden. Frosthärte: ausgezeichnete Winterfrostfestigkeit, auch Spätfröste übersteht er. Krankheitsanfälligkeit: sehr gegen Oidium und Phomopsis empfindlich, wenig gegen Peronospora und Botrytis.
Wein:
Mostgewicht: übertrifft den Riesling um 10 - 15°Oe, Trockenheit beeinträchtigt die Mostgewichtsleistung stärker als die des Rieslings. Säure: 8 - 12 g/l. Beschreibung der Weine: Frische rassige Wein mit rieslingähnlich fruchtigem Bukett, das gelegentlich einen leichten Muskatton aufweist. Die Weine sind in jeder Qualitätsstufe selbstständig. Vorteile: Eine der besten Neuzüchtungen. Gute Holzreife, Winterfestigkeit und Chlorosefestigkeit, hohe Mostgewichtsleistung und Ertragstreue. Nachteile: Starke Geiztriebbildung, Oidiumanfälligkeit, Schwäche gegen Botrytis.
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Weißer Burgunder
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(Pinot Blanc, Pino bianco, Weißer Burgunder, Clevner) Die filigranste Rebsorte
Verbreitung:
Deutschland (1.936 ha), Baden (844 ha), Pfalz (542 ha), Rheinhessen (308 ha), Saale Unstrut und Sachsen, Württemberg, Frankreich (1.600 ha), Österreich (2.800 ha), Norditalien (3.500 ha), Übersee.
Herkunft:
Er ist durch Mutation aus dem Ruländer entstanden. Urkundlich ist der Weißburgunder bis ins 16 Jh. zurück zu verfolgen. 1872 wurde er als selbstständige Sorte bezeichnet.
Sortenmerkmale:
Triebspitzen: offen, weißlich bis hellgrün, starkwollig. Blatt: mittelgroß, dunkelgrün, baslig, schwach dreilappig, Blattrand stumpf gezahnt, Stielbucht v-förmig, Herbstfärbung gelb. Trieb: engknotig, mittelstarke Geiztreibbildung. Holz: graubraun bis rötlich braun, dünn. Traube: mittelgroß, nicht geschultert, walzenförmig, dichtbeerig. Beere: mittelgroß, länglich bis rund, grüngelb, dünnhäutig, neutraler Geschmack. Austrieb: spät. Blütezeitpunkt: spät, Blühfestigkeit mittel bis hoch. Reife: mittelspät. Wuchs: mittelstark. Ertrag: gut. Holzreife: gut.
Sorteneigenschaften:
Ansprüche an Lagen und Böden: Das Mindestmostgewicht von 80° bestimmt die Lage, also nur gute, warme Lagen. Es sind tiefgründige Boden mit ausreichendem Wassergehalt vorzuziehen. Frosthärte: ausreichende Winterfrosthärte. Krankheitsanfälligkeit: nicht im Übermaß, das einzigste ist die Anfälligkeit gegen Traubenwickler.
Wein:
Mostgewicht: im langjährigen Mittel bei 85°Oe, grundsätzlich 6-8° höher wie die des Rieslings. Säure: 10-12g/l. Beschreibung der Weine: Das Bukett ist sehr umfangreich aber nicht so stark überbetont wie beim Ruländer. Er eignet sich hervorragend für Cuvées mit Bukett-Sorten, aber auch als sortenreiner Wein setzt er Maßstäbe. Vorteile: gute Mostgewichtsleistungen, geringe Krankheitsempfindlichkeit, gleichmäßiger Ertag. Nachteile: Hohe Lagenansprüche und die Weine haben einen hohen Mostgewichtanspruch.
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Grauer Burgunder
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(Ruländer, Pinot Gris, Pino Grigio, Malvoisie) Eine Kostbarkeit, durch sein volles Bukett
Verbreitung:
Deutschland (2.523 ha), Baden (1467 ha), Pfalz (454 ha), Rheinhessen (351 ha), Nahe (100 ha), Württemberg, Frankreich (900 ha), Österreich (400 ha), Norditalien (2.200 ha), Übersee.
Herkunft:
Er ist durch eine Knospenmutation aus dem Spätburgunder entstanden. Urkundlich ist der Ruländer bis ins 14 Jh. zurück zu verfolgen. Anfang des 18 Jh. wurde er zu ersten Mal in Deutschland angebaut. Der Name Ruländer stammt von seinem Entdecker Ruland.
Sortenmerkmale:
Triebspitzen: offen, weißlich bis hellgrün, starkwollig. Blatt: mittelgroß, dunkelgrün, leicht baslig, schwach dreilappig, Blattrand stumpf gezahnt, Stielbucht v-förmig offen. Trieb: engknotig, mittelstarke Geiztreibbildung. Holz: rotbraun, dünn. Traube: mittelgroß, walzenförmig, dichtbeerig. Beere: mittelgroß, länglich, graurot, dünnhäutig, schwaches Bukett. Austrieb: spät. Blütezeitpunkt: spät, Blühfestigkeit mittel bis hoch. Reife: mittelspät. Wuchs: mittelstark. Ertrag: gut. Holzreife: gut.
Sorteneigenschaften:
Ansprüche an Lagen und Böden: Das Mindestmostgewicht von 80° bestimmt die Lage, also nur gute, warme Lagen. Es sind tiefgründige, kräftige Böden vorzuziehen. Frosthärte: ausreichende Winterfrosthärte. Krankheitsanfälligkeit: keine Überempfindlichkeit, aber eine hohe Botrytisanfälligkeit, vor allem Traubenbotrytis.
Wein:
Mostgewicht: im langjährigen Mittel bei 85°Oe, grundsätzlich 10° höher wie die des Rieslings. Säure: 10-12g/l. Beschreibung der Weine: Das Bukett ist sehr kräftig und feurig. Leichte, spritzige Weine aus Norditalien bis zu barocken Ruländern vom Kaiserstuhl. Vorteile: gute Mostgewichtsleistungen, gute Fruchtbarkeit, Stielfestigkeit und gute Möglichkeit zur Gewinnung von Spätlesen und Auslesen. Nachteile: Hohe Lagen- und Bodenansprüche und die Weine haben einen hohen Mostgewichtanspruch.
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Grüner Silvaner
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Abstammung:
Aus Kaukasischer Wildrebe kultiviert und im Dreißigjährigen Krieg aus Transsylvanien nach Deutschland gebracht worden. Um 1900 auf ca. 60 % der damaligen Anbaufläche Deutschlands angepflanzt, wurde er später vom Müller-Thurgau weitgehend verdrängt. Es gibt auch eine Variante mit blauen Beeren, sogenannter Blauer Silvaner.
Rebe:
Hellgrüne, kleine, rundliche Blätter. Wegen der milden Säure sind die fleischigen Beeren auch als Tafeltrauben beliebt.
Weincharakter:
Mit vielen Grünreflexen durchsetztes Gelb. Milde, feinfruchtige Weine, die zu jeder Gelegenheit passen. In Spitzenjahren Wein mit viel Körper und weichem Bukett. Silvanerweine sind dezent in der Blume, dafür um so feiner. Paßt zu Süßwasserfischen, hellem Geflügel und Kalbfleisch.
Scheurebe
Abstammung:
Nach ihrem Züchter Georg Scheu benannte Kreuzung zwischen Silvaner und Riesling aus dem Jahr 1956.
Rebe:
Dunkelgrünes, kräftiges Laubwerk, Triebe werden im Spätsommer früh holzig und zeigen eine intensive Braunfärbung.
Weincharakter:
Bringt ausdrucksvolle Weine mit kräftigem Aroma und lebendig-fruchtiger Säure. Bei hoher Reife werden ganz hervorragende Prädikatsweine erzeugt. Insbesondere die hohen Qualitäten eignen sich gut als Aperitif oder Begleiter von Desserts.
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Gewürztraminer
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(Traminer, Traminer, Clevner, Savagnin rose) Eine der qualitativ besten, nördlichen Rebsorten.
Verbreitung:
Deutschland (858 ha) [Pfalz, Baden, Rheinhessen, Württemberg,..] Elsass, Österreich, Südtirol (Tramin), weltweit auch USA, Australien, Neuseeland.
Herkunft:
Sehr alte Sorte (es sollen 1500 Jahre sein), Herkunft nicht geklärt, wahrscheinlich kommt er aus Südosteuropa, dagegen sprich der Fund Bronners im Jahr 1857, der eine völlig identische männliche Wildrebe am Rhein fand. Erste Aufzeichnungen gehen ins Mittelalter zurück. Im 18. Jahrhundert wurde er in Baden und in der Pfalz von verschiedenen Adligen als erwünschte Sorte angebaut. Zur Namensgebung ist zu sagen, dass er unbestritten von der Südtiroler Region Tramin herstammt.
Sortenmerkmale:
Triebspitzen: offen, stark weiß bis rötlich filzig behaart. Blatt: klein, rund, dreilappig, schwach gebuchtet, Oberfläche stark blassig und schwach behaart, unterseits dagegen stark, stumpf gezahnt, Stielbucht v-förmig bis geschlossen, Nerven rötlich. Trieb: engknotig, mittlere bis starke Geiztriebbildung dichtlaubig. Holz: braun mit bläulichem Anflug, dünn, engknotig. Traube: mittel bis klein, dichtbeerig gedrungen. Beere: klein, rund bis länglich, rotgrau, typisches Sortenbukett, dicke Schale. Austrieb: spät. Blütezeitpunkt: spät, Blühfestigkeit gering. Reife: spät. Wuchs: mittelstark. Ertrag: gering bis mittel. Holzreife: gut.
Sorteneigenschaften:
Ansprüche an Lagen und Böden: der Traminer stellt sehr hohe Ansprüche an die Lage, es sollte eine windgeschützte gute sein, und er hat auch große Ansprüche an den Boden, tiefgründige, leicht erwärmbare Böden, kein Anbau in Maifrostlagen. Frosthärte: gut Winterfrostfestigkeit. Krankheitsanfälligkeit: nicht überempfindlich gegen die Pilzkrankheiten, Traubenfäulnis und Stielkrankheiten treten in dichtlaubigen Beständen auf.
Wein:
Mostgewicht: mindestens 80°Oe, in guten Lagen können stets 90°Oe oder mehr geerntet werden, extrem höher Mostgewichte können erreicht werden. Säure: in der Regel ist die Säure bei 8 g/l, oft auch darunter. Beschreibung der Weine: würzige Weine mit einer an Rosenduft erinnernde Art. Trockene Kabinett- und Spätleseweine mit 3-5 g Restzucker sind ideale Begleiter zu Terrinen und Geflügelgerichte, edelsüße Weine sind dagegen sehr gut geeignet als Aperitif, zu Käse und zum Dessert. Vorteile: hohe Mostgewichtsleistung, feine würzige Weinart, gute Frosthärte, einer der edelsten Sorte. Nachteile: begrenzter Absatz, da Spezialsorte.
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Muskateller
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Abstammung:
Uralte Rebsorte, die nach der Legende schon Noah an Bord seiner Arche hatte. Im 16. Jahrhundert gehörte sie zu den meistgenannten Rebsorten. Heute als Spezialität über die ganze Welt verbreitet.
Rebe:
Scharf gezacktes Laub, ovale Beerenform. Spätreifend, ebenfalls eine ideale Tafeltraube.
Weincharakter:
Die Weine sind fruchtig und haben ein ausgeprägtes Muskataroma, hervorragend auch als Sekt! Man trinkt ihn gerne in geselliger Runde oder zu einem Dessert mit frischen Früchten.
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Chardonnay
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Weltweit eine der bekanntesten Rebsorten
Verbreitung:
Deutschland (334 ha), Frankreich (20.000 ha), Schweiz (200 ha), Kalifornien (25.000 ha), Australien (5000 ha), Südafrika (2.300 ha), Chile (4.500 ha).
Herkunft:
Wahrscheinlich aus Vorderasien. Mit den Kreuzrittern nach Frankreich gekommen und in Burgund verbreitet worden. Bis heute gibt es keine exakte Trennung zwischen Chardonnay, Weißburgunder, Auxerrois und Morillion. Für den Namen stand eine kleine Siedlung nördlich von Mâcon Pate.
Sortenmerkmale:
Triebspitzen: offen, weißlich bis hellgrün, starkwollig. Blatt: mittelgroß, dunkelgrün, leicht baslig, schwach dreilappig, Blattrand stumpf gezahnt, Stielbucht lyraförmig offen und durch Blattnerven getrennt. Trieb: engknotig, mittelstarke Geiztreibbildung. Holz: graubraun rötlich, dünn. Traube: klein- bis mittelgroß, walzenförmig, dichtbeerig. Beere: mittelgroß, länglich, grüngelb bis bernsteinfarben, dünnhäutig, schwaches Bukett. Austrieb: spät. Blütezeitpunkt: spät, Blühfestigkeit mittel bis hoch. Reife: mittelspät. Wuchs: mittelstark. Ertrag: gut. Holzreife: gut.
Sorteneigenschaften:
Ansprüche an Lagen und Böden: Das Mindestmostgewicht von 80° bestimmt die Lage, also nur gute, warme Lagen. Es sind tiefgründige, kräftige, kalkhaltige Böden vorzuziehen. Frosthärte: ausreichende Winterfrosthärte, Maifrostempfindlich. Krankheitsanfälligkeit: keine Überempfindlichkeit, aber eine hohe Botrytisanfälligkeit, vor allem Traubenbotrytis.
Wein:
Mostgewicht: im langjährigen Mittel bei 85°Oe, grundsätzlich 6-8° höher wie die des Rieslings. Säure: 10-14g/l. Beschreibung der Weine: Die feine Frucht nach Äpfel, Citrus und Pfirsich sind genau so typisch wie seine Wuchtigkeit. Säureabbau und Barrique sind positiv. Vorteile: gute Mostgewichtsleistungen, gute Fruchtbarkeit. Nachteile: Hohe Lagen- und Bodenansprüche und die Weine haben einen hohen Mostgewichtanspruch.
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Sauvignon Blanc
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(Sauvignon Blanc)
Spitzenrebsorte, jetzt wieder in Deutschland
Verbreitung:
Frankreich (12.026 ha), Kalifornien, Südamerika, Südafrika, Italien, Österreich, Deutschland als Versuch.
Herkunft:
Sehr alte Rebsorte, aber die Herkunft ist unklar. Vor Napoleon auch in Süddeutschland als Muskat-Silvaner angebaut und unter seiner Herrschaft ausgerottet.
Sortenmerkmale:
Triebspitzen: offen, weiß-wollig, Saum rot. Blatt: mittelgroß, fünflappig, stark gewellt, wenig gebuchtet, breiter als lang, stumpf gezahnt, hellgrün, Stielbucht U- oder V-förmig offen. Trieb: eng- bis weitknotig. Holz: haselnussbraun, gerillt, mittelstark. Traube: klein, dichtbeerig, zylinderförmig, oft geflügelt. Beere: klein, dickschalig, gelblichweiß, länglich, ungleich dick, typisches Sortenbukett. Austrieb: mittelfrüh bis spät. Blütezeitpunkt: spät. Reife: mittelspät. Wuchs: kräftig. Ertrag: mittelmäßig, ungleichmäßig. Holzreife: mittel bis gut.
Sorteneigenschaften:
Ansprüche an Lagen und Böden: hohe Ansprüche an den Boden, warme Lagen sind die Voraussetzung für volle Reife; gedeiht auf fast allen Böden, ideal sind kargere Böden. Frosthärte: geringe Winterfrosthärte, Empfindlich gegen Maifröste durch frühen Austrieb. Krankheitsanfälligkeit: nicht übermäßig gegen Peronospora und Botrytis, starker gegen Oidium und Phomopsis, die Trauben sind gegen Beerenfäule anfällig
Wein:
Mostgewicht: 85°Oe bei reduziertem Ertag (60hl/ha), bei stark reduziertem Ertag 90° - 100°Oe. Säure: 8 - 10 g/l. Beschreibung der Weine: körperreiche Weine mit typisch grün-fruchtigem Bukett, das gelegentlich nach Schiesspulver, Brennesel, Stachelbeere, Zitrus und Passionsfrucht erinnert und schmeckt. Vorteile:. Novum im deutschen Weinbau, eine der besten Weissweine der Welt entstehen aus dem Sauvignon blanc. Nachteile: ungleichmäßige Erträge, Anfälligkeit gegen Oidium und Phomopsis.
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